Mutter-Kind-Kur

 

Hallo liebe Mamas, 

 

ich habe mich lange nicht bei euch gemeldet, denn irgendwie ist immer zu viel los. 

Ende November bis Mitte Dezember war ich mit meinen 2 Kleinen in einer Mutter-Kind-Kur und hatte die Hoffnung, mich dort etwas erholen zu können. 

Wenn ich mir das Bild anschaue sieht es ja auch total entspannt aus… 

Allerdings war das auch auf dem Weg zu unserem 3 tätigen Anschlussurlaub auf Pellworm. 

Der hatte im Vergleich zum Kuraufenthalt 2 entscheidende Vorteile: Gutes Wetter und mein Mann war dabei. 

Ich habe im Voraus öfters mal nach Berichten zur Mutter-Kind-Kur gesucht und nicht so viel gefunden, deshalb möchte ich euch etwas ausführlicher berichten, um euch vielleicht bei der Entscheidung, ob für euch gerade eine Mutter-Kind-Kur das richtige ist. 

Los gehen sollte es für uns eigentlich am 17.11.21, da hatten wir die Rechnung aber wie immer ohne Corona gemacht, denn statt in Richtung Nordsee zu starten, befanden wir uns mal wieder in Quarantäne da es in beiden Einrichtungen meiner Kinder positive Fälle gab. 

Zum Glück (dachte ich zumindest) mussten wir die Kur aber nicht lange verschieben und konnten schon 1 Woche später die Kur gen Nordsee starten. 

Vor der Fahrt hatte ich Respekt… Da meine Kleine ja ein Corona-Lockdown-Kind ist, ist sie lange Fahrten ja überhaupt nicht gewöhnt und der Mittlere hat es mit Sicherheit auch vergessen. Ich wollte also auf gar keinen Fall die 7 Stunden mit den 2 Kindern alleine fahren. Deshalb ist mein Mann mit uns hoch gefahren und am nächsten Tag dann mit dem Zug wieder zurück. 

Die Entscheidung, dass das Auto bei uns bleibt war auf jeden Fall zu 1000% richtig, wie sich später noch zeigen sollte. 

Zum Glück lief die Fahrt dann doch sehr problemlos und wir erreichten unser Ziel gegen 15 Uhr. Dort angekommen sah auch erst mal alles gut aus. Die Einrichtung schön, das Personal nett, und das PCR Test und Impfpass kontrolliert werden, sind wir ja mittlerweile alle schon gewohnt. 

Wir bekamen dann auch schon kurz drauf unseren Zimmerschlüssel und ich sollte eine Stunde später mit der Kleinen zum Arztgespräch kommen, da sie auch als Kur-Kind angemeldet war. 

In dem Moment kam mir schon das erste mal der Gedanke, wie wird das dann ab morgen funktionieren, wenn der Papa nicht mehr da ist um auf den Mittleren aufzupassen? 

Die Zimmer waren ok, ein „Mamazimmer“ mit einem 1,40 Bett, Tisch und 3 Stühlen und ein angrenzendes Kinderzimmer mit einem Einzel- und einem Gitterbett. Natürlich blieben die 2 Betten im Kinderzimmer ungenutzt 😬 und wir 3 hatten eine sehr intensive Kuschelzeit auf 1,40 statt wie zu Hause auf 2 Metern plus Beistellbett… 

Um 16:15 Uhr bin ich dann also mit meiner kleinen Tochter zum Arzt. Die Eingangsuntersuchung bestand aus: „Warum sind sie hier?“ messen, wiegen, Blutdruck. Dann wurde anhand der „Diagnosen“ der Therapieplan erstellt. Für mich hieß das dann Asthma und Stressgruppe. Meine Kleine war auf Grund von Pseudokrupp und häufiger Bronchitis als Kurkind angemeldet. Da kam dann schnell die Ernüchterung: Sie ist zu jung, da können wir leider gar nix anbieten. Ok… 

Nächster Termin 17 Uhr Abendessen. Wie 17 Uhr? Ach ja, das bedeutet dann übrigens auch 7 Uhr Frühstück und 11:30 Mittagessen. Dafür habt ihr genau 45 Minuten Zeit, dann muss gelüftet werden und dann kommt die nächste Gruppe. 

Ähmmm…. Wie jetzt 7 Uhr Frühstück? Ich habe in gewisser Weise das Glück, dass meine Kinder alle 3 absolute Langschläfer sind. Zu Hause ist es jeden Morgen um halb 8 ein Kampf die 2 kleinen aus dem bett zu bekommen. Und jetzt sollen wir um 7 Uhr fertig angezogen, Zähne geputzt und bereit für den Tag beim Frühstück sein?? Ich dachte die Kur soll meiner Erholung dienen und nicht schon um 6 Uhr morgens mit Stress beginnen?? Okay durchatmen, bestimmt kann ich das morgen beim Gespräch mit meiner Bezugstherapeutin noch ändern, zumindest machte mir die Dame beim Essen diesbezüglich noch Hoffnung. 

Bis dato dachte ich noch, das größte Problem seien die Essenszeiten, aber da hatte ich mich gewaltig getäuscht.. Denn dann kamen die Speisesaal Regeln. 

Auf Grund der Corona Situation sitzt natürlich jede Familie an einem eigenen Tisch. Unser Tisch stand ganz hinten in der Ecke um uns herum nur Eltern mit großen Kindern und es herrschte Stille. Dann wurde und erklärt, dass die Kinder nicht mit zum Buffett dürfen und während Mama / Papa zum Buffett gehen, bitte still am Tisch sitzen bleiben sollen. Ähmmm.. ja… Also meine Kinder sind erstens alles nur nicht still und 2. sind sie 3 und 1 Jahr alt? Wie genau soll das jetzt funktionieren? Ans Buffett gehen ging an diesem Abend noch, da wir ja noch zu 2. waren. Aber am Still sitzen vor allem nach 7 Stunden Autofahrt ist es dann schon gescheitert. Beide Elternteile natürlich dementsprechend angespannt. Das führte schon mal zum ersten Krach, so dass mein Mann, den Tisch verlies und ich schon an diesem Abend das erste mal mit den Kindern alleine da saß. Da zeichnete sich schon ab, dass das Essen im Speisesaal, die größte Herausforderung der nächsten 3 Wochen sein sollt. 

Der Tag endete damit, dass ab 19:30 Uhr der Therapieplan an der Rezeption abgeholt werden durfte und ich fragte mich wiederum, ob ich dann in Zukunft mit dem Abenprogramm erst um 8 anfangen dürfte, weil ich ja vorher mit vollständig angezogenen Kindern ins andere Gebäude zur Rezeption gehen muss… Also ich meine richtig anziehen, weil es ist Ende November an der Nordsee, also Jacke, Mütze und so weiter… 

Ich spoiler mal: JA, es ging so weiter.. To be continued…